{"id":371,"date":"2020-01-04T16:12:24","date_gmt":"2020-01-04T16:12:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.windkraftfreier-idarwald.de\/?p=371"},"modified":"2020-01-04T16:24:50","modified_gmt":"2020-01-04T16:24:50","slug":"projektvorstellung-in-hellertshausen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.windkraftfreier-idarwald.de\/?p=371","title":{"rendered":"Projektvorstellung in Hellertshausen durch die Firmen GAIA und EnBW"},"content":{"rendered":"<p>Nachbetrachtung der B\u00fcrgerinformationsveranstaltung \u201eWindenergie Vierherrenwald\u201c<\/p>\n<p>Dienstag 22.10.2019 18:00 im Gemeindehaus Hellertshausen<\/p>\n<p>aus Sicht der BI \u201eWindkraftfreier Idarwald\u201c<\/p>\n<p>An diesem Abend sollten B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern die Gelegenheit gegeben werden, sich \u00fcber den aktuellen Stand im Projekt \u201eWindpark Vierherrenwald S\u00fcd\u201c ausf\u00fchrlich zu informieren und sich mit den anwesenden Fachexperten auszutauschen.<\/p>\n<p>Zum Thema \u201e<strong>Windenergie und Schall\u201c<\/strong> referierte ein Mitarbeiter des Schalltechnischen Ingenieurb\u00fcros Pies, der die geltenden Grenzwerte im Bezug auf das konkrete Bauvorhaben erl\u00e4uterte. Zu diesem Punkt m\u00f6chten wir anmerken, dass diese ehr theoretischen Ausf\u00fchrungen zu Grenzwerten, Modellen und Hochrechnungen im Gegensatz stehen zu den von Frau Klingels aus Metzenhausen geschilderten realen Erfahrungen im Zuge einer Veranstaltung Ende September in Asbach (Die NZ berichtete).<\/p>\n<p>Der Referent der Energieagentur Rheinland-Pfalz erl\u00e4uterte das <strong>Thema \u201eEnergiewende und Klimawandel allgemein\u201c<\/strong>. Absicht dieses Vortrags war offensichtlich, das Errichten von Windr\u00e4dern als alternativlos im Kontext der Energiewende darzustellen. Auf den Einwand, dass der Anteil Deutschlands am weltweit ausgesto\u00dfenen CO2 gerade einmal 2,1% und die damit verbundene Frage aus der Zuh\u00f6rerschaft ob wir damit an den richtigen \u201eR\u00e4dern drehen\u201c um den Klimawandel zu verlangsamen, gab es keine schl\u00fcssige Antwort. Dass der Klimawandel da ist und dass Ma\u00dfnahmen ergriffen werden m\u00fcssen, ist bei allen v\u00f6llig unstrittig. Vern\u00fcnftige L\u00f6sungsans\u00e4tze m\u00fcssen aber ergebnisoffen sein, statt festen Vorgaben zu folgen. Man sollte insbesondere nicht allein den W\u00fcnschen der Industrie folgen: Die Industrie bevorzugt teure L\u00f6sungen, solange diese von der Allgemeinheit bezahlt werden.<\/p>\n<p>Der Projektleiter der Firma GAIA aus Lambsheim, Herr Radik, erl\u00e4uterte den <strong>aktuellen Stand des Projektes \u201eVierherrenwald S\u00fcd\u201c<\/strong>. Die Offenlegung der Antragsunterlagen, als Teil des Genehmigungsverfahrens k\u00fcndigte er f\u00fcr das Quartal 4 2019 an. Auf wichtige Fragen, beispielsweise zum Thema Zuwegung f\u00fcr den Transport der Bauteile gab es keine Auskunft au\u00dfer: \u201eEs wurde eine L\u00f6sung gefunden\u201c. Ebenso unbeantwortet die Frage woher und \u00fcber welche Ortschaften die Baustoffe transportiert werden sollen. Pro Windrad werden f\u00fcr das Fundament ca. 1.500 m3 Beton und 180 Tonnen Stahl verbaut.<\/p>\n<p>Ein bemerkenswerter Diskussionspunkt aus dem Plenum war, was mit der Kulturlandschaft und dem Landschaftsbild &#8211; also einem Teilaspekt von \u201eHeimat\u201c &#8211; durch die Ma\u00dfnahme geschieht, obwohl im aktuellen Raumordnungsplan der Planungsgemeinschaft Rheinhessen-Nahe folgendes festhalten ist:<\/p>\n<p>\u201eDie f\u00fcr den Ausflugsverkehr\/Tourismus regional bedeutsamen Attraktionen wie Burgen, Burgruinen, Schl\u00f6sser oder markante Aussichtspunkte, <strong>Kuppen, Landmarken <\/strong>sollen als kulturlandschaftspr\u00e4gende Elemente und <strong>regionale Identifikationsmerkmale<\/strong> in naturnaher Landschaftskulisse wahrnehmbar bleiben. Dem Schutz der Kulturlandschaft und des Landschaftsbildes soll bei der Abw\u00e4gung mit anderen Nutzungsanspr\u00fcchen ein besonders hohes Gewicht beigemessen werden. Hierbei sollen Aspekte des Kulissenschutzes und Sichtachsen Ber\u00fccksichtigung finden.\u201c (G 112 und G 113) \u2026 Regional bedeutsame touristische Attraktionen sind meist mit der historischen Kulturlandschaft verwoben. Dies macht ihre Gesamtwirkung aus und gibt regionale Identit\u00e4t.\u201c<\/p>\n<p>Da sich Eingriffe in das Landschaftsbild durch die Errichtung von Windparks durch keine Ma\u00dfnahmen kompensieren lassen, hat der Gesetzgeber folgende Vorgehensweise ersonnen (Landeskompensationsverordnung): 1. Die Landschaftsbilder werden bewertet von 1 bis 4 (1: gering bis mittel, 2:hoch, 3: sehr hoch und 4: hervorragend). Die vorgesehenen Fl\u00e4chen sind mit 3, also hoch, bewertet. 2.: Es erfolgt die Ermittlung der zu zahlenden Kompensationssummen in EUR. Auf der Webseite des Umweltministeriums kann man die \u201eArbeitshilfe zur Berechnung der Ersatzzahlung f\u00fcr nicht ausgleich- und ersetzbare Landschaftsbildbeeintr\u00e4chtigungen durch Windenergieanlagen\u201c herunterladen. Setzt man die H\u00f6hen der geplanten 5 Windr\u00e4der ein (wobei ab dem 4. Rad bereits ein Rabatt von 7% eingepreist wird, da das Landschaftsbild ja schon beeintr\u00e4chtigt ist), so ist f\u00fcr die 5 Windkraftanlagen eine Ausgleichszahlung in H\u00f6he von ca. 500.000 EUR an die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz\u201c (SNU) zu zahlen. &#8211; <strong>Wenn das kein Ausverkauf der Heimat ist!<\/strong><\/p>\n<p>Bemerkenswert auch, dass der Hottenbacher B\u00fcrgermeister die bereits ver\u00f6ffentlichten Bedenken der Gemeinde Hottenbach vorgetragen hat und dass es keine Erkl\u00e4rung bzw. Stellungnahme von Seiten der OG Hellertshausen im offiziellen Teil der Veranstaltung gab.<\/p>\n<p>In den Gespr\u00e4chen nach dem offiziellen Teil konnte man aber sehr wohl erfahren, dass sich die Ortsgemeinde Hellertshausen die getroffene Entscheidung nicht leicht gemacht hat und auch bereits Ideen f\u00fcr die Verwendung der zu erwartenden Pachteinnahmen zugunsten der Hellertshausener B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern hat.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich positiv zu bewerten war, dass innerhalb der von Frau Kristina Oldenburg (Beratungsfirma Kokonsult) moderierten Veranstaltung auch kritische Fragen angenommen und behandelt wurden. Angesichts des Aufwandes, h\u00e4tte die Besucherzahl aus der Bev\u00f6lkerung h\u00f6her sein k\u00f6nnen, denn es fand eine rege Diskussion statt.<\/p>\n<p>Vor Ort waren: Die Firma GAIA mit 5 Mitarbeitern, das Gutachterb\u00fcro Gutschker-Dongus mit 2 Mitarbeiterinnen, EnBW und das Schalltechnische Ingenieurb\u00fcro mit jeweils einem Mitarbeiter. Auf mehreren Stellw\u00e4nden wurden Karten und Ausz\u00fcge aus den Gutachten pr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Nachtrag: Informationen von den Firmen EnBW und GAIA wurden zwischenzeitlich hier ver\u00f6ffentlicht:\u00a0<a href=\"http:\/\/www.enbw.com\/erneuerbare-energien\/windenergie\/windpark-vierherrenwald\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&gt;&gt; Projekt Vierherrenwald S\u00fcd<\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachbetrachtung der B\u00fcrgerinformationsveranstaltung \u201eWindenergie Vierherrenwald\u201c Dienstag 22.10.2019 18:00 im Gemeindehaus Hellertshausen aus Sicht der BI \u201eWindkraftfreier Idarwald\u201c An diesem Abend sollten B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern die Gelegenheit gegeben werden, sich \u00fcber den aktuellen Stand im Projekt \u201eWindpark Vierherrenwald S\u00fcd\u201c ausf\u00fchrlich zu &hellip; <a href=\"https:\/\/www.windkraftfreier-idarwald.de\/?p=371\">Weiter<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":221,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"kt_blocks_editor_width":"","ngg_post_thumbnail":0},"categories":[3],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.windkraftfreier-idarwald.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/371"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.windkraftfreier-idarwald.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.windkraftfreier-idarwald.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.windkraftfreier-idarwald.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.windkraftfreier-idarwald.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=371"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.windkraftfreier-idarwald.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/371\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":378,"href":"https:\/\/www.windkraftfreier-idarwald.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/371\/revisions\/378"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.windkraftfreier-idarwald.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/221"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.windkraftfreier-idarwald.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=371"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.windkraftfreier-idarwald.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=371"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.windkraftfreier-idarwald.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=371"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}